Vilnius

Startpunkt des Geschehens: Schland

Gewappnet für den Klimawandel - also mit einem Fächer in der Hand - steh' ich mit drei Freunden (Rea, Pat, Manu - Vorstellung folgt zu einem späteren Zeitpunkt) am Münchner Flughafengelände vor einem Parkhaus, dessen architektonische Hässlichkeit genügend Gesprächsstoff bis zur Busankunft hergibt. Dem Gärtner haben's offensichtlich gekündigt, die Grünanlage gleicht einer Braunanlage.

Von Belle Vue keine Rede, die Aussicht auf den anstehenden Roadtrip ist eindeutig eine bessere. Litauen - Lettland - Estland in 2 Wochen. So lautet der Plan. Wenn man noch a bissl quetschen will, rutscht Helsinki mit rein. Aber da schau'ma noch.

Über den Wolken

Den Flug nach Vilnius überstanden wir - entgegen Reas Erwartungen - lebend. Auch sie weilt nach wie vor unter uns, obwohl oder vielleicht gerade weil sie sich die magic Flugpille vor Abflug einschmiss.

Die dortige Flughafeneingangshalle gleicht eigentlich einem Bahnhof und auch von aussen schaut's mehr einem solchen gleich. Architektur hin oder her, das Wichtigste für Touris: eine ordentliche Beschriftung, um den schnellsten Weg zum zu leihenden Bonzenwagen aufzuspüren.

Escape Game

Im VW Kombi passen alle Koffer ohne Tetriskenntnisse hinten rein, das Suchen nach der Unterkunft kann beginnen. Dank gratis Roaming und Google Maps ist das Aufspüren der korrekten Adresse kein Thema mehr; das Öffnen des Eingangstores (per Code), das Entschlüsseln des Zahlencodekästchens, um den Schlüssel zur Haustür zu ergattern, sowie das Rätselraten um den Verbleib des Garagenschlüssels und folglich das Erraten des Stellplatzes übernimmt das Smartphone allerdings (noch) nicht. Chapeau unseren Synapsen, wir verschafften uns Zutritt zur nächtlichen Herberge.

About a trip. Oder: der Tag der toten Ente

Erster Eindruck von Litauen: man hasst hier Russland. Die Flagge der Ukraine hängt literally überall, infolgedessen sprechen wir vier nur noch von "dem besagten Land", um etwaige Negativkonsequenzen zu vermeiden.

Zweiter Eindruck: verkehrsberuhigte Mugel (sog. Speedbumps) soweit das Auge reicht. Über diese führte uns der Weg von Vilnius - Trakai - Kaunas nach Nidden (kurische Nehrung). Dabei wurden Schlaglöcher, Hügelchen und eine tote Ente umfahren. Ich fühl' mich wie zhaus in Afrika.

Trakai

Wie es sich für Touristen gehört, haben wir die gesamte Stadt, in welcher die Architektur von Karäern, Tataren, Orthodoxen und Katholiken aufeinandertrifft, abgegrast. Fazit: äußerst sehenswert! Die Wasserburg und die kleinen Holzhäuschen sind mehrere 100 Fotos wert.

Trakai
Trakai
Trakai
Trakai, Wasserburg
Trakai, Wasserburg
Trakai, Wasserburg
Kaunas

Kaunas ist jener Ort, wo Graffitis und Wandbilder auf Gotik, Barock und frühen Klassizismus treffen. Ein Augenschmaus. Unsere Füße trugen uns durch die Altstadt, sie brachten uns über den Boulevard Laisves aleja, wo uns am Ende die Kirche des Erzengels Michael in all ihrer Pracht empfing. Das Schloss Kaunas, die St. Peter und St. Paul Kathedrale standen ebenfalls am Programm bevor es mit der Fähre über Kleipēda auf die Kurische Nehrung weiterging.

#LifeIsAnAdventure

Kaunas
Kaunas
Kaunas